Münzfernsprecher 63

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1 Äußere Merkmale

Der MünzFw 63 hat drei getrennte, nebeneinanderliegende, senkrecht angeordnete Münzspeicher. Dadurch ist das Gerät in der Lage, eine größere Geldmenge (8mal 10 Pf, 7mal 50 Pf, 4mal 1 DM) aufzunehmen und die Münzen ihrer Wertigkeit nach zu kassieren, und zwar unabhängig von der Reihenfolge des Einwurfs. Rechts neben den sichtbaren Münzspeichern ist eine Rest-Guthabenanzeige angeordnet. Diese Anzeige besteht aus einem kleinen Sichtfenster, in dem ein noch vorhandenes Restguthaben von den eingeworfenen Münzen als Zahlenwert erscheint.

2 Verkehrsmöglichkeiten, Verhindern von nicht zulässigen Verbindungen, Münzprüfung

Der Münzer 63 erlaubt die gleichen Verkehrsmöglichkeiten, besitzt die gleiche Sperreinrichtung (SpNrS 55) und die gleichen Zähler zum Ermitteln des Mindestinhalts der Kassette wie der MünzFw 56. Die Münzen werden auch auf dieselben Eigenschaften untersucht wie beim MünzFw 56. 1-DM-Prüfkanäle zum Ausscheiden von Münzen mit Randriffelung können auch hier eingesetzt werden. Neu im MünzFw 63 ist eine Kassierkontrolle. Diese Einrichtung prüft, ob innerhalb einer bestimmten Zeit (etwa 1 Sekunde) nach Einleiten eines Kassiervorgangs auch tatsächlich eine Münze in Richtung zur Kassette gerollt ist. Wurde keine Münze festgestellt, wird der MünzFw 63 automatisch abgeschaltet und in Kassierbereitschaft gehalten. Von ihm aus sind dann zunächst keine Gespräche mehr möglich. Gelangt die zu kassierende Münze doch noch auf irgendeine Weise an der Kontrollstelle vorbei in die Kassette, dann schaltet sich der MünzFw 63 wieder betriebsbereit.

3 Kassierung bei Ortsgesprächen mit Ortszeitzählung

Der MünzFw 63 wird bei der Einführung von OZZ nicht geändert. Damit ergibt sich folgende Kassierweise: Bei vorhandenen 10-Pf-Stücken werden bei jedem Gebührenimpuls zweimal 10 Pf kassiert. Wird bei einem Impuls eine höherwertige Münze kassiert, so werden von dieser Münze 20 Pf abgerechnet, bei jedem weiteren 16-kHz-lmpuls werden vom Rest dieser Münze jedoch nur 10 Pf abgebucht.