Münzerfernsprecher 57

muenzfw57

1     Äußere Merkmale und Verkehrsmöglichkeiten

Der MünzFw 57 gleicht äußerlich dem MünzFw 56 mit dem Unterschied, daß rechts oberhalb des Münzspeichers eine Rest­Guthabenanzeige angeordnet ist (Bild 3). Dort wird ein möglicher Restbetrag von 10, ..... 90 Pf dargestellt. Wird eine höher­wertige Münze kassiert, so leuchtet die Zahl des entsprechen­den, noch nicht verbrauchten Restbetrages dieser Münze auf.

Neben den Verkehrsmöglichkeiten, die der MünzFw 56 bietet, besteht bei dem MünzFw 57 noch folgende weitere Verkehrsmöglichkeit von nicht zulässigen Verbindungen

2     Verhindern

Im MünzFw 57 wird eine Sonderform des SpNrS 55, der SpNrS 55/57, verwendet. Dieser ist so abgewandelt, daß mit der Ziffer '0' an erster Stelle oder an erster und zweiter Stelle kein Schaltarm auf den Schritt 10 eines Kontaktfeldes eingestellt wird, sondern daß der Schaltarm mit dem Ablauf der Wählscheibe in die Ruhelage zurückläuft. Die Anzahl der an den ersten Stellen gewählten Nullen wird elektrisch gespeichert. Bei der nächsten gewählten Ziffer kann dieser Schaltarm erneut zur Auswertung herangezogen werden. Dadurch wird eine Auswertung von maximal fünf Ziffern bei internationalen Gesprächen möglich. Ansonsten ist die Funktion des SpNrS 55/57 der des SpNrS 55 gleich.

3 Münzprüfung

Es werden die gleichen Prüfungen wie beim MünzFw 56 durchgeführt. Die Mindestgebühr kann zwischen 10 und 50 Pf eingestellt werden.

4 Verbindungsaufbau und Kassierung

Für Ortsgespräche mit einem Gebührenimpuls am Ende des Gesprächs und für 5WFD-lnlandsgespräche mit Münzkenn­zeichen gelten die beim MünzFw 56 beschriebenen Vorgänge. Unterschiede gibt es nur bei Auslands-SWFD-Gesprächen. Bei dieser Gesprächsart ist es nicht möglich, münzgerechte Zähl­impulse zu senden, d.h., der Abstand zwischen zwei Zähl­impulsen entspricht nicht mehr dem Wert von 10 Pf, sondern von 23 Pf wie bei normalen Hauptanschlüssen. Um trotzdem mit

10-Pf-Einheiten kassieren zu können, ist ein sogenanntes alter­nierendes (abwechselndes) Kassierverfahren entwickelt worden

 5 Alternierendes Kassierverfahren

Dieses Verfahren hat die Aufgabe, 10-Pf-Einheiten zu kassieren, obwohl die Gebührenimpulse im Abstand von 23-Pf-Einheiten eintreffen. Dazu werden abwechselnd (alternierend) nach einer vorgegebene~ Reihenfolge zwei oder drei 10-Pf-Einheiten auf einmal kassiert, so daß nach zehn Gebührenimpulsen 2,30 DM kassiert sind. Dabei schwankt der kassierte Betrag mit einer Abweichung von maximal 6 Pf um den eigentlichen Gebührenbetrag bei einem normalen Hauptanschluss.

6     MOnzFw 57 für OZZ

In Ortsnetzen, die bereits mit OZZ ausgerüstet sind, wird eine Sonderform des MünzFw 57, der MünzFw 57 OZZ, eingesetzt. Dieser MünzFw ist so umgeändert, daß das unter Abschnitt 3.5 beschriebene alternierende Kassierverfahren für alle Ge­sprächsarten verwendet wird. Ein Münzkennzeichen für SWFD­Gespräche wird nicht mehr ausgesendet.

7 Registrierung des Kassetteninhalts

Der MünzerFW 57 hat in seinem Gehäuse zwei Zähler, und zwar ZI und ZE.

  • Der Zähler für Impulse (ZI) zählt alle von der VST eintreffen­den 16-kHz-lmpulse und läuft mit dem in der VST vorhande­nen Gebührenzähler gleich.

  •  Der Zähler für die 10Pf-Einheiten (ZE) zählt jede kassierte 10-Pf-Einheit.

Der Kassetteninhalt (Gebühren), der mindestens vorhanden sein muß, ergibt sich wie folgt:

 Inhalt = ZE  * 0,10 DM.